Unsere letzte Nacht in Neuseeland verbrachten wir in Auckland am Flughafen bevor es nach Kuala Lumpur ging und nach einer weiteren Nacht dort wir endlich in Hanoi ankamen. Wir sind nun zwar erst seit ein paar Tagen in Vietnam, aber es fällt uns unglaublich schwer unsere Eindrücke und die Situation hier in Worte zu fassen. Bereits die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum forderte Verhandlungsgeschick und war sehr nervenaufreibend. Hanoi ist laut, bunt und dreckig, aber dennoch total faszinierend. Beim überqueren der Straßen mussten wir immer aufpassen nicht von einem der unzähligen Roller überfahren zu werden. Das Essen ist sehr lecker und wir können gerade noch gar nicht genug davon bekommen. Glücklicherweise gibt es überall kleine Restaurants und Straßenstände und auf den Märkten wird von jeglichem Obst, Gemüse, lebenden Fischen und sonstigen Meeresbewohnern bis Hundefleisch so ziemlich alles angeboten. Bei der Besichtigung des Literaturtempels konnten wir der Großstadthektik für einige Zeit entfliehen. Auch das HoChiMinh-Museum und die Einsäulenpagode standen auf unserem Programm.
Im Wasserpuppentheater genossen wir eine tolle Vorstellung und konnten in eine völlig andere Welt eintauchen. Die Marionettenspieler stehen in einer Art riesigem Pool hinter einer Kulisse, vor der sie die Wasserpuppen auf der Wasseroberfläche zu vitenamesischen Klängen tanzen lassen. Bei einem riesigen Angebot an erschwinglichen Souvenirs und günstigen Seidenwaren sind wir beinahe in einen Kaufrausch verfallen. Leider sind jedoch die Vietnamesen nicht besonders hilfsbereit un freundlich. Außerdem haben wir ständig das Gefühl von ihnen abgezockt zu werden (was wahrscheinlich auch so ist). Wegen der vorherrschenden Armut versuchen sie natürlich aus uns Touristen den größtmöglichen Profit herauszuschlagen, doch dies trübt leider etwas unsere Stimmung. So wurde Julia von einem kleinen Jungen in den Rücken getreten und als wir ihm kein Geld gaben hat er sie noch bespuckt
. Dennoch haben wir auch schon nette Begegnungen mit Einheimischen gehabt. Ein Mädchen unseres Alters wartet mit uns zusammen auf den Zug und hat uns von ihren Mangostücken angeboten. Die Einheimischen dippen die Mango in ein Salz-Chili-Pulver. Laut Reiseführer sollen die Menschen Richtung Süden freundlicher und aufgeschlossener sein. Wir sind gespannt und werden natürlich davon berichten. Für alle Wetterinteressierten: es ist feucht, schwül und heiß (36 Grad).
Um dem Großstadtgetümmel zu entkommen, haben wir uns mit einem Nachtzug auf in das Bergdorf Sa Pa gemacht, welches nahe der chinesischen Grenze liegt. Dort begrüßte uns eine Wand aus dichtem Nebel, so dass man nicht weiter als zwei Meter gucken konnte. Unseren ersten Tag verbrachten wir daher mit viel Essen gehen in kleine Restaurants und der Organisation eines Tourguides. Am nächsten Tag brachen wir mit unserem privaten einheimischem Führer im strömenden Regen in Richtung Ta Phin auf. Dort leben zwei ethnische Minderheiten neben einander und kultivieren Reis. Nach zwei Stunden Dauerregen zeigte sich dann doch schließlich noch die Sonne. Unsere Wanderung führte uns durch Reisfelder und durch verschiedene kleine Bergdörfer. Auf unserem Weg begegneten wir keinem einzigen anderen Touristen und wurden von den Einheimischen immer wieder argwöhnisch betrachtet. So konnten wir die absolute Ruhe in der atemberaubenden Kulisse der Reisterrassen genießen und ein wenig über die Kultur der kleinen Bergdörfer erfahren. Die einheimischen Frauen machen sich täglich nach Sa Pa auf um dort ihre Hanarbeit an den Tourist zu bringen. Und wie sollen wir sagen, bei uns hat’s geklappt
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Liebe Grüße
Julia & Katja
























Hallo ihr beiden, bin gleich heute früh ins Internet, da ich schon auf eure Berichte aus Vietnam gewartet hatte. Ja Mensch, ich dachte, die Menschen wären dort so freundlich und bescheiden! Also habt ihr euch hoffentlich den Kommentar von Katjas Bruder zu Herzen genommen, auch was den Strassenverkehr betrifft!!! Es gibt dort nämlich die meissten Verkehrstoten weltweit.
Aber trotzdem sind die Bilder sehr aufschlussreich und versetzen einen in eine andere Welt, eben nichts europäisches.
Das Bild mit dem Kleinen Jungen ist besonders reizend.
Dass die Menschen besonders arm sind, wusste man ja. Vielleicht kommt dann der Neid gegenüber den Touristen besonders hoch, also passt bloss auf!
Das Wetter meint es immer noch nicht gut mit uns.
Wollt ihr ausser Vietnam noch über die Grenzen hinaus?
Hoffentlich werden eure nächsten Stationen nicht von negativen Ereignissen überschattet!!!
Ich freue mich aber, dass euch das Essen schmeckt.
Liebe Grüsse und bis bald.
Mama(Annelie)
Von: Annelie am Mai 15, 2010
um 6:19 am
Hallo Ihr zwei,
ich klick mich immer mal wieder in euren Blog. Ihr macht da einen Riesenjob. Jetzt habt bereits schon einiges erlebt, was ? Mich persönlich hat Südamerkia in Zahlen am meisten fasziniert. Vor allem Carne und Cerveza – Salut ! Die Eindrücke die Ihr sammeln könnt wird euch niemand mehr nehmen können. Die Bilder sind jedenfalls gigantisch. Ich wünsche euch noch viel Spaß bei den restlichen paar Tagen die Ihr noch habt ! Bin sozusagen auch aufm Sprung. Morgen um 8:30 hebt unser Flieger ab richtung New York. Drückt uns bitte die Daumen das uns nicht irgendwelche Vulkanasche einen Strich durch die Rechnung macht.
Grüßle Pickel !
Von: Christof am Mai 17, 2010
um 10:54 am
Hey Pickel,
Danke für das Lob…Dann wünsch ich dỉr auf jeden fall mal viel spaß in NYC. Jetzt ist es auch nicht mehr allzu lange bis wir wieder zuhause sind. Auch wir hoffen, dass es mit unserem rückflug keine probleme gibt.
Liebe Grüße
Katja
Von: juliakatja am Mai 18, 2010
um 9:03 am