Verfasst von: juliakatja | März 25, 2010

Südamerika in Zahlen

41 Tage Südamerika

10.719 km Busstrecke

92 km mit dem Fahrrad

169 h im Bus

15 Stationen

14 Hostels

24 Deutsche

2282 Fotos

10 Stempel

3 Regentage – 38 Sonnentage

Erdbebenstufe 7

5 mal Avatar gesehen

4 Gammelhosen

3 Wale

0 Pudus

∞ kg\l Eis, feinstes argentinisches Steak, Cerveza

Verfasst von: juliakatja | März 25, 2010

Buenos Aires

Unser letzter Stopp in Argentinien galt der Hauptstadt Buenos Aires. Jeder dritte Argentinier zählt zu den Einwohnern dieser Stadt. Buenos Aires ist – wie es eine Hauptstadt nun einmal so an sich hat – sehr laut, geschäftig und hektisch. Trotzdem versprüht die Stadt ein gewisses Flair und ist es wert, ihr einen Besuch abzustatten.

Ein Stadtspaziergang durchs Zentrum führte uns u.a. vorbei am Palacio del Congreso und am ältesten Cafe der Stadt, das Cafe Tortoni, wo heute täglich Tangoaufführung stattfinden. Dabei kreuzten wir das ein ums andere Mal die mit 20 Spuren breiteste Straße der Welt, welche von einem riesigen Obelisken gesäumt wird. So ließen wir uns einfach mit den Massen durch die Straßen treiben und die Stadt auf uns wirken.

Palacio del Congreso

Avenida 9 de Julio

Casa rosada - Präsidentenpalast

Am zweiten Tag ging es zunächst auf den Friedhof, Cementerios de la Recoleta, wo bedeutende Persönlichkeiten der Stadt beerdigt sind. Unter anderem Eva Peron, besser bekannt als Evita (“Don’t cry for me Argentina” :) ). Im Viertel San Telmo, das für seinen Tango bekannt ist, haben wir uns in einem kleinen Cafe den Klängen des Tango hingegeben und die Atmosphäre des Viertels genossen. Das Arbeiterviertel La Boca mit seinen bunten Wellblechhütten, Künstlergalerien und Tangotänzern versprüht seinen ganz eigenen Charme. Selbst die Subte (U-Bahn) ist der Schauplatz von Straßenkünstlern. So kamen wir in den Genuss von einer etwas anderen Version des Schlagers ”Du kannst nicht immer siebzehn sein”, als die Straßenband erfuhr, dass wir aus Deutschland stammen. :-)

Cementerio de la Recoleta

La Boca

 

 Abends haben wir uns dann nach einer nervenaufreibenden Suche nach dem richtigen Bus auf den Weg zum Flughafen gemacht. Die zweistündige Busfahrt hat uns gerade mal 20 cent gekostet. Nach 14 h Flug sind wir gut in Auckland angekommen, haben aber leider schlechtes Wetter, so dass wir etwas Zeit finden, den Reiseführer zu studieren und euch zu berichten.

Liebe Grüße aus Neuseeland

Katja & Julia

Verfasst von: juliakatja | März 21, 2010

Cataratas del Iguazú

Nach einer Legende der Guaraní entstanden die Wasserfälle, als ein Indianderkrieger namens Caroba den Zorn eines Waldgottes auf sich zog, weil er mit der jungen Naipur (in die der Waldgott verliebt war) flussabwärts in einem Kanu fliehen wollte. Voller Wut liess der Gott das Flussbett vor den Augen der Liebenden zusammenbrechen: eine Reihe von Wasserfällen entstand, die über Naipur zusammenstürzten, um sie dann am Fuss der Wasserfälle in einen Felsen zu verwandeln. Caroba überlebte als Baum, der fortan auf seine herabgestürzte, steinerne Geliebte blicken musste.    

    

    

    

    

    

Julia und die Nasenbären

  

    

    

   

Lycosa tarentula

  

  

    

Garganta del Diablo (Teufelsschlund)

  

Geologen sind da etwas nüchterner, was den Ursprung der Wasserfälle angeht: In Südbrasilien fliesst der Rio Iguaçú über ein Basaltplateau, das abrupt etwas östlich vom Zusammenfluss des Rio Iguaçú mit dem Rio Paraná abbricht. Dort, wo der Lavafluss endet, stürzen nun tausende Kubikmeter Wasser in der Sekunde bis zu 80 Meter tief in ein Sedimentbecken. Alle Einzelfälle zusammen gerechnet sind die Wasserfälle über 2 km breit.

Verfasst von: juliakatja | März 18, 2010

Mendoza und Salta

Mendoza ist eine nicht besonders reizvolle Stadt. Es gibt fünf Plätze, die wie Augen auf einem Würfel angeornet sind. Vor allem der Plaza Español ist mit seinen zahlreichen Mosaikverzierungen schön anzuschauen. Der Parque General San Martín ist nicht sehr lohnenswert, da erstens überall Autos fahren und zweitens nicht schön angelegt und gepflegt ist. Die Fahrt auf den Cerro de la Gloria hätten wir uns ebenfalls sparen können. Mendoza ist bekannt für seine Weine, die wir natürlich auch probieren mussten. Mit dem Fahrrad erkundeten wir sämtliche Weingüter auf der Weinstrasse im benachbarten Maipú. Landschaftlich ist es nicht so schön wie unsere Weinberge, da alle eben angelegt sind. Doch die Platanen gesäumten Strassen und das Andenpanorama waren woll. Nachdem Besuch des Weinmuseums und dem ersten Glas Rotwein ging es weiter zu einem Olivenöl- und Likörproduzenten. Dort konnten wir verschiedene Pestos, Marmeladen, Olivenöle und Liköre testen. Mmmh….einfach lecker… . In der ältesten Bodega Argentiniens haben wir den nächsten Wein zum Mittagessen genossen. Anschliessend gab es eine Führung durch das Weingut und Verköstigung vierer Weine. Davon drei unterschiedlich alte Malbecs und einen Dessertwein. Malbec bedeutet übrigens “bad in mouth”, da in Frankreich die Trauben aufgrund des Klimas zu sauer werden. Leicht angetrunken machten wir uns wieder auf den Heimweg und nahmen den letzten Absacker noch bei unserem Fahrradverleih Mr. Hugo zu uns. Direkt nach der Fahrradtour ging es in einer 18-stündigen Fahrt weiter nach Salta.

 

Salta ist von Kolonialbauten geprägt und versprüht einen gemütlichen Charme. In einer anstrengenden und teilweise gehetzten Tagestour haben wir uns den Quebrada de Humahuaca angeschaut. Der Canyon erscheint in einer Farbpalette, die von gelb, grün über violett und rot bis grau-blau reicht. Unser erster Halt war in Purmamarca, wo wir die farbenfrohen Felsen aus nächster Nähe betrachten konnten und ein wenig Zeit über einen Kunstwerksmarkt zu bummeln. In Tilcara zeigte uns ein eher lustloser Führer Nachbauten der Quechua-Behausungen, die ringsum von Säulenkakteen gesäumt sind. Danach ging es weiter in das 4h von Salta entfernte Humahuaca. Dort klärte uns ein einheimischer Führer über ihre Kultur und Stadt auf. Das Mittagessen wurde in einer typischen Touriabsteige eingenommen, was so gar nicht nach unserem Geschmack war. Auf dem Rückweg gab es einen kurzen Fotostopp am südlichen Wendekreis, sowie an einem Aussichtspunkt, von wo man einen wunderschönen Blick auf die in zahlreichen Farben erscheinenden Wellenformationen des Canyons hat. Nach einem Eis und etwas Zeit zum Shoppen in Jujuy traten wir den Rückweg nach Salta an.

Am südlichen Wendekreis

Wieder im Hostel angekommen hatten unsere vier israelischen Mitbewohner bereits fúr das geplante Asado eingekauft. Zusammen bereiteten wir dann alles vor und unterhielten uns über dies und jenes. Zu Salat und Ofenkartoffeln gab es 7 kg (!) bestes argentinisches Rindfleisch und grobe Würste. ;) Unser Hostelbesitzer war der Grillmeister und grillte im strömenden Regen vor sich hin. Zusammen mit den vier Israelis und den Hostelbesitzern samt Töchtern führten wir Unterhaltungen in einem Kauderwelsch aus Spanisch, Englisch, Deutsch und Israelisch. Das Fleisch war sehr köstlich und die familiare Umgebung machte den Abend rund um gelungen.

Am nächsten Tag haben wir uns dann noch ein bischen die schöne Stadt Salta angeguckt und sind ein wenig über einen Kunstmarkt flaniert. Am Nachmittag ging es dann weiter in einer 22h dauernden Busfahrt nach Puerto de Iguazu.

Verfasst von: juliakatja | März 17, 2010

Bariloche & San Martin de los Andes

 In Bariloche angekommen, waren wir zuerst etwas enttäuscht von der Stadt, da wir sie uns gemütlicher und mit kleinen Holzhäuschen vorgestellt hatten und die Stadt eher eine grössere Touristenstadt ist. Dieser schlechte Eindurck änderte sich aber schnell am nächsten Tag, als wir uns aufmachten, um die nähere Umgebung etwas näher kennenzulernen. So ging es zunächst mit einem 2er- Sessellift auf den Cerro Campanario, von dem man eine überwältigende Aussicht über die Landschaft rund um Bariloche hat. Wir waren einfach hin und weg von dieser traumhaften Landschaft, dass wir fast eine Stunde auf dem Hügel verbrachten. Anschliessend erkundeten wir die Gegend auf dem Circuito Chico (kleine Schleife) mit dem Mountainbike und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

 

Bariloche selbst gilt als die Schokoladenhauptstadt Argentiniens überhaupt. In der Stadt reiht sich ein Schokoladengeschäft an das andere. Deshalb haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen uns reichlich mit Schokolade einzudecken. Ein Hochgenuss ;)
Neben extrem leckerer Schokolade bietet Bariloche laut unserem Reisefürer auch das beste Eis Argentiniens, was wir dirket ausprobieren mussten. So gönnte Katja sich direkt einmal 1/4 kg Eis ;) .

Von Bariloche ging es dann über die Staubpiste Siete de Lagos weiter nach San Martin de los Andes. Diese gemütliche Kleinstadt entsprach schon um einiges mehr unserem Geschmack: kleine Holzhäuser, ruhiges Kleinstadtleben und kurze Fusswege. In San Martin probierten wir eine Raftingtour auf einem Fluss der Stromschnellenstufe 2-3 aus. Nach einer Stunde wildem Paddeln durften wir in voller Montur ins Wasser springen und eine Erfrischung im Fluss nehmen. Zurück im Boot ging es noch eine weitere halbe Stunde den Fluss hinunter. Am Zielpunkt angekommen gab es zur Stärkung ein paar Medialunas und den traditionellen Mate-Tee, den man aus einem Gemeinschaftsbecher durch einen Strohhalm schlürft. Da wir die einzigen Nicht-Chilen waren, wurden wir schnell in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt. So unhielten wir uns ein wenig Mate-Trinkend mit den anderen Toursiten und Guides über unsere Weltreise. Zur Belohnung gönnten wir uns abends in einem urigen Lokal unser erstes argentinisches Steak und wir können nur bekräftigen, was man über das argentinische Steak so sagt: Es war himmlisch lecker :)

Von San Martin ging es schliesslich weiter nach Mendoza und Salta, der Bericht folgt in den nächsten Tagen. Im Moment sind wir in Puerto de Iguazu.

Liebe Grüsse, Katja und Julia

Verfasst von: juliakatja | März 12, 2010

Patagonien

 Trotz des Erdbebens fuhr unser Bus pünktlich von Pucon nach Puerto Varas. Dieses Städtchen liegt direkt am Lago Llanquihui vor der Kulisse des Vulkan Osorno und zeigt viele deutsche Einflüsse. Es gibt zahlreiche Cafes, in denen man Kaffee und Kuchen (heisst auch im Spanischen so :) ) geniessen kann. Wir haben einen Ausflug in den nahegelegenen Parque Nacional Vincente Perez Rosales unternommen, wo wir reissende Flüsse, ursprüngliche Wälder und türkisblaue Seen bestaunen konnten. Auf dem folgenden Foto sollte hinter dem Nebel der Vulkan Osorno liegen, was uns zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht wirklich bewusst war. Erst später erkannten wir auf einer Postkarte dasselbe Motiv mit dem Vulkan im Hintergrund.  

Legger :)

Der Vulkan wäre links im Bild

  

Am Mittwoch Morgen vor einer Woche sind wir nach Puerto Montt aufgebrochen, da hier die Fähre Richtung Puerto Chacabuco ablegte. Die Navimag-Fähre hatte, wie wohl häufiger einige Stunden Verspätung, so dass wir erst um 22:30 Uhr an Board gehen konnten. Abgelegt haben wir dann allerdings erst am nächsten Morgen, anstatt wie bereits geplant abends. Untergebarcht waren wir nur mit Chilenen in einer 16er Kajüte – natürlich für uns arme Reisenden die billigste Kategorie. Das Wetter war zu Beginn sehr nebelig, wurde aber im Laufe des Tages besser, so dass wir den Blick auf die schneebedeckten Berge Patagoniens und die Halbinsel Chiloe geniessen konnten. So fanden wir endlich auch mal wieder ein bisschen Zeit unsere Gedanken schweifen zu lassen und die Eindrücke der letzten Wochen wenigstens ein wenig sacken zu lassen. Während der Fahrt konnten wir Wale und eine Robbe bei Sprüngen aus dem Wasser beobachten. Somit hat sich das teure Whale-Watching in Neuseeland auch erledigt ;) . Aufgrund der Verspätung haben wir einen Grossteil der Fjorde leider nachts passiert. Der Sonnenaufgang über den Fjorden kurz vor Chacabuco entschädigte uns für die Strapazen der letzten Tage. Vielleicht schaffen es ja die Bilder euch ein wenig die Schönheit Patagoniens zu vermitteln.  

  

Auf so manche Dinge lässt sich selbst in Patagonien nicht verzichten

  

   

  

  

Von Puerto Chacabucu ging es dann weiter Richtung Coyhaique. Eigentlich hatten wir gehofft von dort noch am selben Tag weiter nach Bariloche in Argentinien fahren zu können. Die frühste Verbindung nach Argentinien bot sich jedoch erst drei Tage später, so dass wir uns entschieden haben eine Nacht in Coyhaique zu verbringen und am nächsten Tag nach Osorno in Chile zu fahren, um von dort aus weiter nach Bariloche zu reisen. Die 20 h Fahrt über eine Schotterpiste im Nirgendwo, in einem Classicobus ohne Klimaanlage hat unsere Nerven etwas strapaziert. Viel schlimmer war jedoch die Tatasache, dass wir nach Osorno über Argentinien gefahren sind, da dort die Strassenverhältnisse um einiges besser sind als im chilenischen Teil. Und wir zu allem Überfluss auch noch direkt an Bariloche vorbei gefahren sind. Von Chile aus ging es dann direkt weiter nach Argentinien, zurück nach Bariloche. An diesem Tag haben wir für Ein- und Ausreise sage und schreibe sechs Stempel in unseren Pass bekommen. Selbst der Grenzbeamte wunderte sich über unseren ständigen Wechsel zwischen Chile und Argentinien an ein und dem selben Tag. Unser Spanisch ermöglichte es aber leider nicht, ihm diesen Umstand begreiflich zu machen ;) . Somit antworteten wir wieder einmal nur mit “no entiendo” und er lies uns passieren.  

Coyhaique

  

Auch wenn wir in letzter Zeit nicht oft zum Schreiben gekommen sind, hoffen wir den nächsten Bericht über Bariloche und San Martin de los Andes in den nächsten zwei bis drei Tagen nachzureichen.  

Im Moment sind wir in der Weinhauptstadt Mendoza.  

Liebe Grüsse, Katja und Julia.  

@ Markus/Petra: Sendet uns doch mal eure email-Adresse an schubi_j@hotmail.com ,dann können wir uns mal wieder zu einem Spielchen Kakerlakensalat in Karlsruhe/Heidelberg verabreden, wenn ihr wieder in Deutschland seid :)

Verfasst von: juliakatja | März 2, 2010

Valparaiso und Pucon

Nun einige Nachträge zu den Tagen vor dem Erdbeben, um auch mal wieder etwas erfreulichere Dinge zu berichten.

Valparaiso ist ein Städtchen westlich von Santiago, dessen Hauptsehenswürdigkeiten die Hügel mit ihren bunten Wellblechhütten darstellen. Wir haben die verschiedenen Hügel per Fuss erkundet und um uns mal wieder ein bischen der Kultur zu zuwenden, haben wir noch das Wohnhaus von Pablo Neruda besucht. Somit – ohne viele Worte – einfach ein paar Bilder, die für sich einen Eindruck vermitteln sollen.

Valparaiso

Pablos Haus

Von Valparaiso aus ging es weiter nach Pucon, ein Örtchen mit 10.000 Einwohnern, welches den Charme einer Kleinstadt in der Schweiz vermittelt, samt Kühen, Bergen und Seen.

Unser Blick aus dem Fenster auf den Volcano Villarrica

Einen Tag haben wir den Volcan Villarrica bestiegen. Morgens um halb sieben haben wir uns mit unserem Hostelbesitzer auf den Weg zum Parque Nacional Villarrica gemacht. Bewaffnet mit Steigeisen, Eispickel, Skianzug und Helm ging es Schritt für Schritt über Geröll, Schee und Eis den aktiven Vulkan empor. Nach 3 1/2 Stunden Aufstieg tröstete der Blick in den aktiven Krater und über das Tal des Nationalparks über gänzliche Anstrengung hinweg.  Dann verkündete uns unser Hostelbesitzer auch noch stolz, dass wir den Rekord mit 3 1/2 h gebrochen hätten. Ansonsten bräuchten die Leute 4-5 h. Runterzugs ging es dann in 15 min auf dem Po über den Schnee bei rund 40 km/h. Ein Riesen-Spaß – für den sich der Aufstieg auf jeden Fall gelohnt hat.

Beim Aufstieg

Auf dem Gipfel

Kurz vor der Abfahrt

Am nächsten Tag wollten wir dann nur ein bischen die Gegend mit dem Fahrrad erkunden, woraus dann doch noch ein Tagesausflug geworden ist. Nach 20 km sind wir an der Lagune Azul samt Wasserfällen (Ojos del Caburgua) angekommen und sind erstmal in der menschenleeren, eiskalten Lagune schwimmen gegangen. Auf dem Rückweg hat Julias Fahrrad dann nach 10 min einen Platten bekommen. Um nicht in der Dunkelheit zurücklaufen zu müssen, stellten wir uns an eine Bushaltestelle. Der Bus nimmt aber leider keine Fahrräder mit, also haben wir uns entschlossen zu trampen. Nach 5 min hat dann ein Mann in einem alten roten Lada gehalten. Er hat schnell unsere Mountainbikes in den kleinen Kofferraum gepackt und ein Stück mitgenommen. Von dort aus mussten wir dann immer noch etwa 1h in unser Hostel laufen.

Unser Retter

Wir sind jetzt in Puerto Varas und fahren morgen weiter nach Puerto Montt.

Liebe Grüße nach Hause

Katja & Julia

Verfasst von: juliakatja | Februar 27, 2010

Erdbeben

Also uns gehts gut!!! Wir sind derzeit glücklicherweise in Pucon, ca. 400 km vom Epizentrum entfernt. Wir hatten eine Stärke von 7.

Nun also in aller Ausführlichkeit. Das Erdbeben hat uns mitten in der Nacht um halb vier aus dem Schlaf gerissen. Zuerst wollten wir nicht wahrhaben, dass es sich um ein Erdbeben handeln könnte, als aber dann die Bilder von den Wänden fielen und alle Menschen panisch auf den Flur rannten, packte uns recht schnell der Fluchtinstinkt. Bei einer Erdbebenstärke von 7-8 war es kaum möglich einen Fuss vor den anderen zu setzen. Da wir auch noch im ersten Stock untergebracht waren, mussten wir zusätzlich auch noch die Treppe hinunterlaufen. Da die Eingangstür eine elektronische Schliessanlage besitzt und der Strom ausfiel, waren wir wie in einem Käfig eingesperrt. Zusätzlich waren die Fenster vergittert. Nach scheinbar unendlich langen Minuten gelang es unserem Hostelbesitzer eine Hintertür zu öffnen damit wir in den Garten flüchten konnten. Dort verbrachten wir dann die restliche Nacht nur mit unserem Schlafanzug bekleidet. Zur Wärmung und Stärkung der Nerven gab es erstmal einen Rum. Der darauffolgende Tag war von einigen Nachbeben beherrscht. Das Gefühl, wenn die Erde unter einem bebt, lässt sich nur schwerlich beschreiben. Wir hatten auf jeden Fall echte Todesangst und dachten unser letztes Stündchen hätte geschlagen. Die komplette Strom-und Telefonversorgung war zusammengebrochen. An den Tankstellen bildeten sich lange Menschenschlangen, wobei einige Supermärkte schon nach wenigen Stunden restlos ausverkauft waren. Pucon ist von grösseren Schäden verschont geblieben, wenn man mal von ein paar eingebrochenen Brücken absieht. Heute hat sich zumindest in Pucon die Lage schon wieder etwas entspannt und wir hoffen, dass unser Bus morgen nach Puerto Varas fährt. Die Verbindungen in den Norden, vor allem Santiago, sind fast gänzlich unterbrochen. Die Leute übernachten dort als Vorsichtsmassnahme in Zelten.

Wir sind glücklicherweise noch mit dem Schrecken davon gekommen und werden uns jetzt erstmal ein paar Tage Ruhe gönnen, da der Schock doch recht tief sitzt und wir bei jeder kleinen Bewegung innerlich zusammenzucken.

Wir hoffen, dass unser nächster Bericht wieder von erfreulicheren Nachrichten geprägt ist.

Macht euch nicht zu grosse Sorgen, uns gehts soweit ganz gut.

Liebe Grüsse, Julia und Katja

Verfasst von: juliakatja | Februar 22, 2010

La Serena

Im japanischen Garten in La Serena

La Serena, ein kleines und gemütliches Kolanialstädtchen, war der Ausgangspunkt für unseren Tagesausflug in das Reserva Nacional Pingüino de Humboldt. In einem Taxi collectivo ging es über Schotter- und Sandstrassen in das 123km nördlich von La Serena gelegene Örtchen Punta de Choros. Auf dem Weg dorthin konnten wir erneut Guanakos am Strassenrand beobachten. Für die Tour in das Reservat mussten wir in ein kleines Boot umsteigen, welches uns zuerst zur Isla Choros brachte. Dort konnten wir während des Vorbeifahrens Seelöwen, Seeelefanten, Humboldtpinguine, Kormorane, Pelikane, Fischotter und sogar Delfine bestaunen.

Unser Boot

Da unsere Spanischkenntnisse nicht die besten sind, haben wir leider nicht verstanden welches Tier auf dem folgenden Foto zu sehen ist. Naja, vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee und hilft uns weiter.

Weiter gings dann zur Isla Damas, wo wir Zeit zum Baden oder Erkunden der Insel zur Verfügung hatten. Wir zogen einen kleinen Spaziergang über die Insel dem doch eher kalten Pazifik vor und ließen die traumhafte Landschaft, das Rauschen des Meeres und die vielen neu  gewonnenen Eindrücke auf uns wirken.

Nach etwa 2 Stunden Bootstour auf etwas unruhiger See waren wir wieder sicher zurück an Land in Punta de Choros. Erschöpft und müde wollten wir den Heimweg antreten, doch dann sprang das Auto unseres Fahrers nicht mehr an…  :-( Batterie leer!!! Die Tochter hatte den gesamten Nachmittag Radio gehört. Naja, ein Überbrückungskabel wurde schnell herbeigeschafft und nach etwas Hin und Her sprang der Wagen glücklicherweise wieder an.

Verfasst von: juliakatja | Februar 19, 2010

San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama ist ein kleines Dorf auf ca.2420m Hoehe mitten in der Wueste. Es besteht aus rund 1000 kleinen Lehmhuetten, zu denen unser Hostel zaehlte.

Im Hostel

Unser Hostel

Nach 24 h im Bus sitzen wollten wir uns mal wieder ein wenig Sport goennen und haben uns fuer eine Tour zum Sandboarden im Valle de la Muerte angemeldet.

Nach 2 1/2 h Erklimmen und wieder Runterfahren der Duene ging es dann weiter in das Valle de la Luna, eine Mondlandschaft, in der kein Grashalm waechst. Zunaechst sind wir nur mit einer kleinen Kerze bewaffnet durch unterirdische Hoehlen gewandert. Zum Abschluss sind wir dann auf eine Duene geklettert, um den Sonnenuntergang zu beobachten, bei dem die komplette Landschaft in rot verwandelt wird.

Nach einem Tag Erholung ging es dann in die Laguna Cejar, wo wir in einem Salzsee (24 g Salz auf 1 l Wasser) mitten in der Wueste auf der Wasseroberflaeche dahintreiben und die traumhaft schoene Natur geniessen konnten. Nach einem kurzen Stopp an einem Suesssee ging es dann zum Saltar de Atacama, einem ausgetrockneten Salzsee, der sich durch die karge Landschaft zieht. Zum Abschluss gab es noch ein paar Snacks zum Sonnenuntergang und natuerlich auch einen Pisco, ein Likoer, von dem die Chilen behaupten, dass es ihr Nationalgetraenk sei (Die Peruaner behaupten das Gleiche). Wir als einzige Deutsche/nicht-Chilen mussten natuerlich als einzige gleich zwei trinken. Leicht beschwipst ging es dann auf  holprigen Wuestenstrassen zurueck ins Hostel.

Saltar de Atacama

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann um 4 Uhr frueh (unsere Dorm-Mitbewohner haben sich gefreut :) ) weiter zu den El Tatio Geysiren. Die Geysire sind die juengsten und hoechstgelegenen (4420 m) Geysire der Welt, 7 km von der bolivianischen Grenze entfernt. Nach 2 h Fahrt quer Feld ein durch die Wueste konnten wir rund 100 Geysire und dampfende Loecher beim Sonnenaufgang bestaunen. Die Geysire sprudeln lediglich 10 Minuten am Tag kurz vor Sonnenaufgang, wenn die Temperatur von Magma und Aussentemperatur ein ganz bestimmtes Verhaeltnis annimmt. Nach einem ueppigen Fruehstueck, bestehend aus Sandwiches, Kakao, Keksen, Kuchen, Kaffee, CocaTee und und und ging es bei minus 5 Grad Aussentemperatur in eine heisse Quelle. So gefroren haben wir selten ;) . Bei den ersten Leuten machte sich dann auch die Hoehe bemerkbar und sie mussten sich uebergeben. Auf dem Rueckweg ging es weiter durch die Wueste, wo uns unser Fuehrer ein paar chilenische Legenden erzaehlte und uns ueber die einheimische Fauna und Flora informierte. So konnten wir Lamas, Alpacas und Vicunas bestaunen. Abends haben wir uns dann noch ein kleines Essen und zwei Escudos gegoennt.

Unser Guide

Unsere naechste Etappe ist nun La Serena, eine Stadt rund 6 h von Santiago entfernt.

PS: Wir entschuldigen uns fuer die vielen Tippfehler in manchen Kubaartikeln, aber wir konnten beim Schreiben teilweise nicht sehen, was wir tippen. (Kuba halt ;) )

PPS: Nach einem Check unseres Kontos stellten wir fest, dass der Wechselkurs aus unserem Reisefuehrer schon voellig veraltet ist und wir nach neuem Kurs pro Person rund 500 € weniger ausgegeben haben als zunaechst gedacht. :)

PPPS: Das Headfoto war uebrigens unser Strand in Trinidad Playa Ancon.

« Neuere Artikel - Ältere Artikel »

Kategorien

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.