Verfasst von: juliakatja | Juni 4, 2010

Nha Trang, Mekong Delta & Saigon

Unsere letzten Tage in Nha Trang verbrachten wir zumeist am Strand. An einem Tag haben wir dann noch die Long Son Pagode besucht, wo zwei erfürchtige Buddha eine spirituelle Atmosphäre verbreiteten.

In unserem Stammlokal

Mit dem Nachtbus ging es dann weiter nach Saigon, welches mit dem restlichen Vietnam jedoch nicht mehr viel zu tun hat. Hier trifft neu auf  alt: kleine Straßentände stehen zwischen riesigen modernen Hochhäusern und scheinen so gar nicht mehr ins Bild zu passen. Unseren ersten Tag verbrachten wir mit sightseeing. Dabei statteten wir der Wiedervereinigungshalle einen Besuch ab, in der 1975 die kommunistischen Panzer die Tore durchbrachen und der Grundstein für die Wiedervereinigung gelegt wurde.

Wiedervereinigungspalast

lecker, lecker😉

Die letzten beiden Tage verbrachten wir im Mekong-Delta. Dort besuchten wir Fabriken, in denen Süßigkeiten aus Kokosnuss, Reisnudeln und Honig hergestellt werden. Das Leben im Delta spielt sich fast ausschließlich auf dem Wasser ab. Die Leute leben und arbeiten auf dem Wasser, was wir auf dem floating market bestaunen konnten. So erkundeten natürlich auch wir das Mekong Delta mit verschiedenen Booten. Unsere Nacht verbrachten wir in einem homestay, welches leider mehr einem Hotel gleichkam als der übernachtung bei einer einheimischen Familie.

Glücklicherweise nicht unser homestay😉

Coconut-candy

Reisnudelfabrik

floating market

Verkaufspräsentation am Mast

Heute Abend geht unser Flug gen Heimat um halb acht vietnamesischer Ortszeit,  so dass wir Samstag früh in Frankfurt ankommen werden. Den heutigen Tag verbrachten wir noch mit dem Besorgen der letzten Souvenirs. Abschließend möchten wir noch all denjenigen danken, die den Blog immer fleißig gelesen haben. Wir freuen uns riesig auf die Daheimgebliebenen, auch wenn ein wenig Wehmut mitschwingt. Die Reise war wunderschön und wir konnten beeindruckende Erlebnisse machen, für derenVerarbeitung wir viel Zeit brauchen werden. Die nächsten Reisen werden bestimmt kommen😉.

Liebe Grüße

Katja & Julia

Verfasst von: juliakatja | Mai 29, 2010

Ohne Worte… (Drei Tage Tauchkurs)

Verfasst von: juliakatja | Mai 24, 2010

Ninh Binh, Hue und Hoi An

Nach unserem 3-Tagestrip in die Halong-Bucht sind wir abends noch direkt weiter nach Ninh Binh gefahren. Dies ist eine kleinere Stadt etwas abseits des Tourismus und bei weitem nicht so hektisch wie Hanoi. Selbst die Einheimischen grüßten uns auf der Straße und Kinder winkten uns zu. Da Katja sich erkältet hatte verbrachten wir einen Tag im Hostel um uns wieder ein bisschen zu erholen. Tags drauf hatten wir zwei Motorrollerfahrer engagiert, die uns in den etwa 60 km entfernten Cuc-Phong-Nationalpark chauffierten. Bei der Besichtigung des Endangered Primate Rescue Centers, welches von einem deutschen Biologen gegründet wurde, konnten wir zahlreiche vom Aussterben bedrohte Gibbons und Lemuren beobachten. Eine zweistündige Wanderung führte uns durch den tropischen Regenwald. Anschließend konnten wir unser Wissen über Pflanzen im botanischen Garten erweitern. Eigentlich wäre dieser schon geschlossen gewesen, doch der Mann am Eingang vertraute uns den Schlüssel an, so dass wir den Garten ganz für uns alleine hatten. Die Rückfahrt führte uns durch eine atemberaubende Landschaft aus Kalksteinfelsen und Reisfeldern. Abends nahmen wir den mehr oder weniger komfortablen Nachtbus nach Hue. Julia musste sich die ganze Nacht mit Armen oder Füßen von zwei kleinen Kindern neben sich arrangieren. Geweckt wurde Julia durch ein würgendes Geräusch😉.

In der alten Kaiserstadt Hue besichtigten wir eine riesige Zitadelle, die früher dem Kaiser als Wohnort diente. Die etwas außerhalb von Hue gelegene Thien-Mu-Pagode stand ebenfalls auf unserem Plan. Wir versuchten erneut unser Glück mit einem Cyclo dorthin zu gelangen, nachdem wir in Hanoi schon eine schlechte Erfahrung damit gemacht hatten. Aber dieses Mal ging alles gut🙂. In Hue waren wir vom ansonsten sehr leckeren Essen enttäuscht, da wir zwei Lokalen schlecht gegessen hatten und dann immer noch nicht satt waren.

In der Kaiserstadt

Thien-Mu-Pagode

An unserem derzeitigen Standort Hoi An fühlen wir uns rundum wohl. Wie soll es auch anders sein in einer Stadt, die nur aus Schneidereien und Schuhläden besteht und dazu noch leckeres Essen serviert. Hoi An ist ein Einkaufsparadies schlechthin. Die hiesigen Schneider und Schuhmacher erfüllen jeden Kundenwunsch. Auch wir sind dem Einkaufsrausch verfallen und sind nun um Röcke, Kleider, Schuhe, Kimonos und Wintermäntel ( bei 39 Grad ) reicher🙂. Bleibt nur die Frage, wie das alles in unseren Rucksack passen soll. Nach dem ganzen Einkaufsstress gönnte sich Julia zur Entspannung eine Fußmassage und Katja ließ sich einen neuen Haarschnitt verpassen. Darüber hinaus ist Hoi An eine sehr schöne an einem Fluss gelegene Stadt mit einer herrlichen Altstadt, die zahlreiche Tempel, Pagoden, Versammlungshallen und sonstige historische Gebäude vorweisen kann. Ein Halbtagesausflug führte uns zur 50 km entfernten My-Son-Pagode. Dies sind Ruinen des Cham-Königreichs.

Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian

My Son

Shiva in Menschengestalt

Da uns das Essen in Vietnam bis jetzt am besten gefallen hat, haben wir uns entschlossen einen Kochkurs zu belegen. Der Tag begann mit einem Streifzug über den Fleisch-, Fisch- und Gemüsemarkt bevor es mit einem Boot zu unserer Kochschule ging. Wir lernten die etwas komplizierte Zubereitung von frischem Reispapier, aus dem wir dann mit Shrimps gefüllte Frühlingsrollen herstellten. Ein Pfannkuchen mit Shrimps, Schwein, Kräutern, Mungobohnen und Erdnusssoße sowie ein vietnamesische Auberginen im Clay Pot standen ebenfalls auf unserem Programm. Selbstverständlich durften wir unsere selbstgekochten Gerichte auch verköstigen. Gut gestärkt und um einige Klamotten reicher führt unser Weg weiter nach Nha Trang. So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu und wir genießen die restliche Zeit, die uns noch bleibt. Aber wir freuen uns natürlich auch schon sehr auf zu Hause🙂.

Verfasst von: juliakatja | Mai 18, 2010

Parfüm Pagode & Ha-Long-Bucht

Von Hanoi aus haben wir zwei Touren unternommen. Eine Eintagestour führte uns zur Parfüm-Pagode, 60 km südwestlich von Hanoi. Dabei handelt es sich um einen Komplex aus mehreren Pagoden und buddhistischen Schreinen. Die Pagode trägt ihren Namen, da zu bestimmten Zeiten unzählige Bäume blühen und einen herrlichen Duft verbreiten. Zu den einzelnen Pagoden gelangten wir mit einem kleinen Boot, welches in der Regel von Frauen gerudert wird. Sie stammen aus Märtyrerfamilien und sehen es als Privileg an uns Touristen über den Fluss zu befördern. So fuhren wir knapp zwei Stunden durch die faszinierende Landschaft aus saftig grünen Reisfeldern umgeben von riesigen Marmorbergen.  

Auf dem Weg zur Pagode

  

  

  

Vor dem Eingang der Pagode

  

  

  

Am nächsten Tag machten wir uns auf, die atemberaubende Schönheit der Ha-Long-Bucht zu bestaunen. 3000 Inseln/Kalksteinfelsen formen den Komplex und bilden eine der größten Attraktionen in Vietnam. Ha-Long heißt übersetzt „wo der Drachen ins Meer steigt“. Der Legende nach wurde die Ha-Long-Bucht von einem Drachen erschaffen, der in den Bergen lebte.  Als er zur Küste hinunter stürmte, schlug sein peitschender Schwanz Täler und Furchen. Nachdem er schließlich ins Meer getaucht war, füllte sich das Becken mit Wasser. Unseren ersten Tag verbrachten wir auf einem sehr alten Holzboot, welches extrem komfortabel und schön eingerichtet war. Das Boot brachte uns an unzähligen Inseln vorbei zu der riesigen Hang Dau Go Höhle (Höhle der hölzernen Pfähle), welche außergewöhnliche Stalaktiten und Stalagmiten beherbergt. Danach ging es auf eigene Faust auf Erkundungstour der Ha-Long-Bucht mit einem Kajak. Anschließend genossen wir bei 38 Grad eine Abkühlung im Meer und gingen vom Boot aus schwimmen. Unsere Reisegruppe bildete einen bunten Mix aus verschiedenen Nationalitäten: einem französischen und kanadischem Pärchen, zwei Geschäftsleuten aus Südafrika, vier Jungs aus Neuseeland, zwei Chinesen, einem Inder und einer Malysierin mit ihrem vietnamesischem Freund. So führten wir viele interessante Gespräche und verbrachten eine schöne Zeit auf dem Boot. Das Essen war zwar nicht gerade reichlich, dafür aber sehr lecker. Es gab viel Fisch, Meeresfrüchte und vietnamesische Spezialitäten. Der krönende Abschluß des Abends war eine, sagen wir mal, durchwachsene Karaokeleistung😉. Am nächsten Tag fuhr uns unser Boot zur Cat Ba Island, wo wir mit einem bei weitem nicht verkehrstüchtigen Fahrrad einen Ausflug durch den Nationalpark unternahmen und einen Stopp in einem kleinen Dorf einlegten. Anschließend ging es zu Monkey Island und wie der Name schon verspricht, konnten wir ein paar Affen bestaunen und ein wenig am Strand relaxen und schwimmen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann in Cat Ba Stadt, welche jedoch einen zwielichtigen Ruf aufgrund ihrer ganz besonderen „Massagen“ besitzt🙂.  Am dritten Tag befröderte uns das Boot wieder zurück ans Festland, von wo aus wir zurück nach Hanoi fuhren. Wir sind aber am selben Abend noch weiter nach Ninh Binh gefahren, wo wir heute aber erstmal ein wenig auspannen, da sich Katja eine Erkältung zugezogen hat. Die Bootstour war sehr schön. Das besondere i-Tüpfelchen bildete zusätzlich, dass wir nur 55 $ anstelle von 145 $ für die gleiche Tour bezahlten, wie manch anderer.  

Unser Boot

  

  

  

  

In der Hang Dau Go Höhle

  

  

Cat Ba Nationalpark

Monkey Island

Verfasst von: juliakatja | Mai 13, 2010

Hanoi und Sa Pa

Unsere letzte Nacht in Neuseeland verbrachten wir in Auckland am Flughafen bevor es nach Kuala Lumpur ging und nach einer weiteren Nacht dort wir endlich in Hanoi ankamen. Wir sind nun zwar erst seit ein paar Tagen in Vietnam, aber es fällt uns unglaublich schwer unsere Eindrücke und die Situation hier in Worte zu fassen. Bereits die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum forderte Verhandlungsgeschick und war sehr nervenaufreibend. Hanoi ist laut, bunt und dreckig, aber dennoch total faszinierend. Beim überqueren der Straßen mussten wir immer aufpassen nicht von einem der unzähligen Roller überfahren zu werden. Das Essen ist sehr lecker und wir können gerade noch gar nicht genug davon bekommen. Glücklicherweise gibt es überall kleine Restaurants und Straßenstände und auf den Märkten wird von jeglichem Obst, Gemüse, lebenden Fischen und sonstigen Meeresbewohnern bis Hundefleisch so ziemlich alles angeboten. Bei der Besichtigung des Literaturtempels konnten wir der Großstadthektik für einige Zeit entfliehen. Auch das HoChiMinh-Museum und die Einsäulenpagode standen auf unserem Programm.

Literaturtempel

Einsäulenpagode

 

Im Wasserpuppentheater genossen wir eine tolle Vorstellung und konnten in eine völlig andere Welt eintauchen. Die Marionettenspieler stehen in einer Art riesigem Pool hinter einer Kulisse, vor der sie die Wasserpuppen auf der Wasseroberfläche zu vitenamesischen Klängen tanzen lassen. Bei einem riesigen Angebot an erschwinglichen Souvenirs und günstigen Seidenwaren sind wir beinahe in einen Kaufrausch verfallen. Leider sind jedoch die Vietnamesen nicht besonders hilfsbereit un freundlich. Außerdem haben wir ständig das Gefühl von ihnen abgezockt zu werden (was wahrscheinlich auch so ist). Wegen der vorherrschenden Armut versuchen sie natürlich aus uns Touristen den größtmöglichen Profit herauszuschlagen, doch dies trübt leider etwas unsere Stimmung. So wurde Julia von einem kleinen Jungen in den Rücken getreten und als wir ihm kein Geld gaben hat er sie noch bespuckt😦.  Dennoch haben wir auch schon nette Begegnungen mit Einheimischen gehabt. Ein Mädchen unseres Alters wartet mit uns zusammen auf den Zug und hat uns von ihren Mangostücken angeboten. Die Einheimischen dippen die Mango in ein Salz-Chili-Pulver. Laut Reiseführer sollen die Menschen Richtung Süden freundlicher und aufgeschlossener sein. Wir sind gespannt und werden natürlich davon berichten. Für alle Wetterinteressierten: es ist feucht, schwül und heiß (36 Grad).

Hoan-Kiem-See

An einem Straßenstand...

Um dem Großstadtgetümmel zu entkommen, haben wir uns mit einem Nachtzug auf in das Bergdorf Sa Pa gemacht, welches nahe der chinesischen Grenze liegt. Dort begrüßte uns eine Wand aus dichtem Nebel, so dass man nicht weiter als zwei Meter gucken konnte. Unseren ersten Tag verbrachten wir daher mit viel Essen gehen in kleine Restaurants und der Organisation eines Tourguides. Am nächsten Tag brachen wir mit unserem privaten einheimischem Führer im strömenden Regen in Richtung Ta Phin auf. Dort leben zwei ethnische Minderheiten neben einander und kultivieren Reis. Nach zwei Stunden Dauerregen zeigte sich dann doch schließlich noch die Sonne. Unsere Wanderung führte uns durch Reisfelder und durch verschiedene kleine Bergdörfer. Auf unserem Weg begegneten wir keinem einzigen anderen Touristen und wurden von den Einheimischen immer wieder argwöhnisch betrachtet. So konnten wir die absolute Ruhe in der atemberaubenden Kulisse der Reisterrassen genießen und ein wenig über die Kultur der kleinen Bergdörfer erfahren. Die einheimischen Frauen machen sich täglich nach Sa Pa auf um dort ihre Hanarbeit an den Tourist zu bringen. Und wie sollen wir sagen, bei uns hat’s geklappt🙂 .

Black Hmong

Liebe Grüße

Julia & Katja

Verfasst von: juliakatja | Mai 6, 2010

Dunedin, Christchurch, Abel Tasman

In Dunedin mussten wir natürlich auch erstmal ein Foto von dem meist-fotografiertesten Gebäude Neuseelands machen: Dunedins Bahnhof. Da wir schon einmal bei Rekorden angekommen sind, haben wir uns noch die nach dem Guinessbuch der Rekorde steilste Wohnstraße der Welt angeschaut. Da kann dann selbst San Francisco nicht mehr mithalten😉. Nach einem Spaziergang durch den sehr schönen botanischen Garten, gönnten wir uns den Besuch in einem neuseeländischen Freizeitbad, in dem wir neben ein wenig Entspannung auch ein paar Bahnen gezogen haben.

Die steilste Wohnstraße der Welt

Unser weiterer Weg führte uns auf die Banks Peninsula. Dort schlenderten wir durch das kleine Fischerdorf Akaroa, welches ein leicht französisches Flair versprüht. Nach einer Nacht am See fuhren wir weiter nach Christchurch, wo wir schweren Herzens unseren Kiwicamper abgeben mußten. Der Abschiedsschmerz war dann aber über die 250 NZ$ (140 Euro) Strafe für eine Beule, die uns Jugendliche Nachts in Raglan mit einem Schlagring verpasst hatten, schnell vergessen😉.

Danach stellten wir uns auch schon direkt an den Highway mit einem Ortsschild der nächst größeren Stadt in der Hand. Schon nach einer halben Stunde hielt ein – wie sollte es auch anders sein – Schaftransporter, beladen mit 420 Lämmern, die ihren letzten Gang auf sich nahmen, an😉. Idealerweise konnte uns der Truck 6h bis nach Picton mitnehmen, wo wir noch eine Nacht im Hostel verbrachten, bevor wir uns auf nach Nelson machten.

Die Schafe und Tess

Nächster Tag – gleiches Spiel: nach 10 Minuten hielt ein Amerikaner aus Chicago mit seinem Campervan und nahm uns bis nach Nelson mit. Brian war ebenfalls auf dem Weg zum Great Walk „Abel Tasman“ und hat wie wir noch einen Zwischenstopp in Nelson eingelegt, um ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. So konnten wir noch einen Campingkocher leihen und unsere Rückfahrt organisieren, bevor wir alle zusammen weiter nach Marahau gefahren sind, von woaus die 5-Tageswanderung am nächsten Tag starten sollte. Bepackt mit rund 15 kg aus Essen, Klamotten und Schlafzeug für 5 Tage haben wir uns bei schönstem Wetter auf den Weg zur nächsten Hütte gemacht. Dabei wanderten wir direkt entlang des Strandes, wobei jede Bucht eine Postkartenidylle ausstrahlte, so dass wir uns wieder einmal schier tot fotografierten🙂. Die Schlafhütten befinden sich direkt am Strand und sind mit einem oder mehreren Schlafsälen, einem Aufenthaltsraum mit Heizer und Toiletten ausgestattet. Unser täglich Brot bestand aus Haferflocken, Müsliriegeln und Instantnudeln, die wir uns in einer zu einem Topf umfunktionierten Salatschüssel zubereitet haben.  Die Abende verbrachten wir bei Kerzenschein mit den anderen Wanderern am warmen Ofen bei Spielen und interessanten Gesprächen, bevor alle zwischen acht und neun vom Tag geschafft ins Bett fielen. An einigen Tagen mussten wir schon ziemlich früh aufstehen, um die ein oder andere Gezeitenzone bei Ebbe passieren zu können. Immer mal wieder konnten wir sogar Seehunde aus nächster Nähe direkt am Strand oder am Seperation Point bestaunen. So schauten wir zum Beispiel zwei Baby-Robben beim Wellenreiten aus zwei Meter Entfernung zu. Nach 5 anstrengenden, aber extrem eindrucksvollen Tagen fuhr uns ein Wassertaxi zurück in die Zivilisation. Auf dem Great Walk haben wir ungefähr 60 km zurückgelegt. Er zählt sicherlich zu einem unserer Highlights in Neuseeland, so fernab von jeglichem Trubel direkt am Strand nur ein paar Wanderer und wir mitten in der unglaublichen Schönheit der Natur.  Auch die Abende in der Hütte waren extrem gemütlich, wenn man einmal von den bitter kalten Nächten absieht😉. Zurück im Hostel in Nelson verwöhnte uns der Herbergsvater mit einem heißen Schokokuchenpuddingähnlichem Gebäck und Vanilleeis.

Morgens halb acht irgendwo in Neuseeland

Frühstück am Strand

Am Seperation Point

Heute Abend fliegen wir dann von Nelson über Wellington nach Auckland, von wo aus morgen unser Flug über Kuala Lumpur nach Hanoi geht.

Auf diesem Wege wünschen wir Chris noch ganz viel Erfolg für die Prüfung und viel Glück für die richtigen Fragen. Du schaffst das😉 Meld Dich bitte …

Liebe Grüße Katja und Julia

Verfasst von: juliakatja | April 24, 2010

Fjordland und die Catlins

Unser Weg führte uns über den Haast Pass entlang der Southern Alpes  in Richtung Süden. Unterwgs machten wir für ein paar kurze Walks Halt an den Blue Pools und den Fantail- sowie den Thundercreekwasserfällen.

Blue Pools

Nachmittags erkundeten wir den etwa eine Stunde von Wanaka entfernt liegenden wunderschönen Mount Aspiring Nationalpark. Eine dreistündige Wanderung führte uns vorbei an Kühen zu einem Aussichtspunkt, von dem wir einen herrlichen Blick auf den Rob Roy Glacier hatten, sowie einen Kea bestaunen konnten.

Rob Roy Valley

Rob Roy Glacier

Am nächsten Tag erreichten wir Queenstown, wo wir nach einem Stadtspaziergang das herbstliche Panorama bei einer Tasse Kaffee und einem fantastischen Eis (Außentemperatur 8 Grad) am See genossen.

Queenstown

Weiter gings dann in das verschlafene Te Anau, wo wir mal wieder gewandert sind und zwar einen Teil des Kepler Tracks (einer der Great Walks). Nach einer weiteren Nacht in Te Anau machten wir uns in Richtung Milford Sound auf. Der Milford Highway führte hinauf zum Homer Tunnel bis es wieder nach Milford Sound hinunter ging. Aufgrund des sehr schlechten Wetters konnten wir die Fjorde leider nur erahnen. Auf dem Weg dorthin machten wir ein paar kürzere Wanderungen, etwa zu den Mirror Lakes. Dann fuhren wir zügig zu den Catlins, wo wir den ersten Stopp bei dem Waipapa Lighthouse einlegten.

Auf dem Weg zum Milford Sound

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur...😉

Den südlichsten Punkt Neuseelands, den Slope Point, erreichten wir nur über eine Schafweide. In der Curio Bay konnten wir kurz vor Sonnenuntergang Gelbaugenpinguine hautnah beim Landgang beobachten.

Waipapa Lighthouse

Ein Gelbaugenpinguin

Nach einem Halt bei den Purakaunui- und den Mataiwasserfällen gings über die Southern Scenic Route zum 55m tifen Jack’s Blowhole. Dieses liegt in der Mitte einer Schafweide 200m vom Meer entfernt und hat eine unterirdische Verbindung zum Meer. Am überaus windigen Nuggets Point gab es noch einen weiteren Leuchtturm, sowie ein paar Robben zu sehen. Zur Zeit sind wir in Dunedin.

Nugget Point

Jacks Blowhole

Liebe Grüße, Julia und Katja

Verfasst von: juliakatja | April 17, 2010

Von Kanufahren bis Wandern

Um wenigstens einen kleinen Eindruck der Whanganui Journey (einer der 9 Great Walks Neuseelands) zu bekommen, haben wir uns einen Tag mit Paddeln und einem Zweier-Kanadier auf den recht strömungsreichen Fluss gemacht. Mitten im Nationalpark fernab von jeder Straße mussten wir immer mal wieder enge Passagen mit starker Strömung überqueren, wobei wir des öfteren unser Kanu von einströmenden Wasser befreien mussten.      

Auf dem Whanganui River

  

Am darauffolgenden Tag ging es dann weiter in den Tangariro National Park – auch besser bekannt als Mordor. Dort bezwangen wir den Tongariro Alpine Crossing in einer 6h-Wanderung. Dieser Wanderweg führte vorbei an farbenprächtigen Seen, hindurch durch mehrere Krater und hinunter in einen üppigen Urwald. Am Abend fielen wir dann völlig erschöpft und Julia um ein paar Blasen reicher in unser Bett.      

      

Mt. Ngauruhoe

  

      

Red Crater

  

      

      

      

      

Unser weiterer Weg führte uns rein zufällig in die Karottenhauptstadt Neuseelands – Ohakune, wo wir uns leider vergeblich abmühten Maya ein Souvenir mitzubringen.      

Hat leider nicht geklappt😉

  

Von Wellington aus passierten wir die 23km breite Cookstrait mit der Fähre – unser Kiwicamper war natürlich auch mit an Board und das obwohl wir sogar eine irrtümliche Buchung im Internet vorgenommen hatten.      

Auf der Südinsel angekommen fuhren wir ein bisschen durch die Marlbourough Sounds und wurden schnell von der wunderschönen Landschaft der Südinsel mitgerissen. An der Westküste angekommen, machten wir uns entlang der Steilküste, vorbei an einem Leuchtturm, auf den Weg zu einer Pelzrobben-Kolonie, die wir zusammen mit ihren Jungen beim Faulenzen beobachten konnten.      

     

Auf dem Weg zu den beiden berühmtesten Gletschern Neuseelands haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei den Pancake-Rocks und Spritzlöchern eingelegt. Dabei handelt es sich um Kalksteinformationen, die sich durch Schichtenverwitterung gebildet haben und nun die Form von gestapelten Pfannenkuchen aufweisen. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit dem Bestaunen der beiden Gletscher Franz Josef (benannt nach dem österreichischen Kaiser) und Fox (der nach seinem neuseelaendischen Entdecker selbst benannt wurde). Die Maori nannten den Franz Josef Gletscher früher „Tränen des Lawinenmädchens“. Der Legende zufolge stürzte der Geliebte eines Mädchens von den Gipfeln der Umgebung in den Tod; ihre zahllosen Tränen gefroren zur Gletscherzunge.      

Pancake Rocks

  

      

Der Fraaanz😉

  

Mt. Cook & Mt. Tasman

  

Nach einem Tag an der Jackson Bay befinden wir uns nun auf dem Weg in Richtung Queenstown.

Verfasst von: juliakatja | April 10, 2010

Auf den Spuren von „Herr der Ringe“ und „Last Samurai“

Seit letzter Woche haben wir nun einige hundert Kilometer hinter uns gebracht und viel erlebt. Einen Riesenspaß hatten wir am Hot Water Beach auf der Coromandel Peninsula. Dort liegt jeweils eine Stunde vor und nach Ebbe eine heiße Quelle frei. So wie etwa 200-300 andere Menschen haben auch wir uns eine Schaufel gemietet und unseren eigenen „Pool“ am Strand gebuddelt. Wir saßen Oberschenkel an Oberschenkel und haben das angenehm warme Wasser genossen. An der heißesten Stelle waren es zwischen 60-70Grad. Einen kleinen Abstecher machten wir noch nach Hahei um die Cathedral Cove, einen vom Wasser geformten Kalksteinbogen  anzuschauen.

Erst die Arbeit...

...dann das Vergnügen

Cathedral Cove

In Neuseeland sind die Regeln fürs wild Campen von Council zu Council unterschiedlich, weshalb wir gleich mal morgens um 7 Uhr von einem Ranger geweckt wurden und unsere erste Verwarnung fürs wild Campen kassiert haben.🙂 Nach etwas Entspannung am Strand von Waihi Beach gings nach Rotorua. In der Stadt stinkt es nach fauligen Eiern, da überall brodelnde Schlammlöcher und rauchende Schwefelbänke zu finden sind. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn die ganze Erde um einen herum brodelt. In der unweit von Rotorua liegenden Kerosene Creek gönnten wir uns in einem Thermalbecken etwas Entspannung für Umme.

Kerosene Creek

Auf unserem Weg nach Raglan machten wir noch Halt in Matamata bzw. Hobbiton, wo sich die Hobbithöhlen von Frodo & Co. befinden. Wir haben die Fahrt durch das wunderschöne „Auenland“ sehr genossen.

Das Auenland🙂

In Hamilton fanden wir noch mehr Ruhe und Entspannung im toll angelgten botanischen Garten, der landestypische (chinesische, japanische, englische,…) Gartengestaltungen zeigte.

Nach diesem ereignisreichen Tag sind wir in unserem Ziel Raglan, dem Surfspot Neuseelands schlechthin, angekommen. Hier wimmelt es nur so vor coolen Surfern, so dass auch wir uns in einem 3-stündigen Kurs aufs Brett wagten. Das Wellenreiten hat sogar erstaunlich gut geklappt. Wir konnten meistens auf dem Brett aufstehen und sind sogar die ein oder andere Welle „geritten“. Es hat auf jeden Fall Rießenspaß gemacht und wir werden fleißig weiterüben…🙂

Unser Surf-Beach

Unser nächster Stopp galt den Waitomo Caves, die berühmt für ihre Glowworms sind. Die Larven der Pilzmücken leben in diesen feuchten Höhlen und locken durch das Licht ihre Beute an. In einem Boot gings über einen unterirdischen Fluss, wo an der gesamten Decke lauter kleine Lichtpunkte zu sehen waren. Einfach schön…🙂

Unser Weg führte uns weiter zum Mt Taranaki, der in „Last Samurai“ den Fujiyama darstellt. Auf den Spuren von Tom Cruise erkundeten wir auf einem Walk den Vulkan. In New Plymouth findet seit heute das TSB Bank Women’s Surf Festival statt, wo wir uns noch die ein oder anderen Tricks fürs Surfen abgeschaut haben.😉

über den Forgotten World Highway gings zu unserem derzeitigen Standort Taumarunui.

Liebe Grüße, Julia und Katja

Verfasst von: juliakatja | April 3, 2010

Auckland & der Hohe Norden

Nun also auch mal ein paar Worte zu unseren ersten Tagen in Neuseeland.    

Unser Flieger ist in Auckland gelandet, so dass wir die ersten Tage dort verbracht haben. An einem Tag ging es von der Westküste zur Ostküste Neuseelands auf dem coast to coast walk, der rund 16 km lang ist und 5h gedauert hat. Vorbei ging es an der Universität, ein paar Parkanlagen und am Mt Eden, einer der 50 Vulkane, auf denen Auckland erbaut wurde. Von dort aus hatte man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt und in den riesigen Krater selbst. Ein weiterer Abstecher galt dem One Tree Hill, dessen Baum jedoch aus statischen Gründen gefällt werden musste.    

Mt. Eden

  

    

Im Unterwassermuseum

  

Ein Rochen im Haitunnel

  

Immer mal wieder Kind sein😉

  

An einem anderen Tag erkundeten wir das Auckland Museum, wo wir viel über die Maorikultur erfahren konnten und an einer Kulturvorstellung von Maorisängern|-Kriegern teilgenommen haben. Im Museum gab es einen Erdbeben-\Vulkanausbruchsimulator, den wir natürlich darauf überprüfen mussten, ob er die Situation auch realistisch widerspiegelt. Auckland selbst versprüht nach Buenos Aires eher den Charme einer Kleinstadt, aufgrund der recht wenigen Hochhäuser.    

In einem Maoritempel

  

Ansonsten haben wir viel Zeit damit zugebracht unseren Campervan zu besorgen, was sich aufgrund der Osterferien als etwas schwierig erwiesen hat. Daher sind wir um so glücklicher, dass wir nun kurzzeitig stolze Besitzer eines kleinen Vans sind – unser Kiwi-Camper. Wir geniessen das Gefühl von Freiheit und jeden Tag dort hinfahren zu können, wo wir möchten. So konnten wir schon manche Nacht direkt am Strand verbringen und die Schönheit der Natur in vollen Zügen geniessen. Ausserdem konnten wir das ein ums andere Mal den Tag mit einem Bad im Meer starten. Traumhaftschön.😉 Selbst das ungewohnte Linksfahren, mit Schaltung links und Blinker rechts, funktionierte nach ein wenig übung recht unproblematisch.    

Unser Kiwicamper an unserem Nachtquartier

  

Verlassene Strände

  

    

Ein Hundertwasserklo in Kawakawa

  

Wir haben uns jetzt zuerst auf den Weg in Richtung Norden gemacht, wo wir die einsamen Strände genossen und ein paar Wanderwege und kleine Städte gemacht haben. Vorgestern haben wir eine Bootstour mit einem Katamaran in der Bay of Islands unternommen, wo wir einer Gruppe von rund 20 Delphinen beim Schwimmen, Spielen und Springen zu gucken konnten. Bei einem kurzen Aufenthalt auf einer der zahlreichen Inseln sind wir geschnorchelt und ein wenig auf der Insel spazieren gegangen. Zum Mittag gab es dann noch ein BBQ, welches jedoch im Vergleich zu den argentinischen Asados eher dürftig bestückt war. :)    

Unser Katamaran

  

    

Delphine mit 5-Tage altem Jungen

  

Bay of Islands

  

    

Heute haben wir noch einen Abstecher zu den ältesten|grössten Kauribäumen Neuseelands gemacht. Ausserdem sind wir noch ein bisschen mitten durch den Busch gewandert, an dessen Ende ein atemberaubender Blick über die Wälder auf uns wartete. Beim Fahren durch den hohen Norden Neuseelands fühlten wir uns stark an die Kulisse von Der Herr der Ringe erinnert. Schafe haben wir übrigens bis jetzt recht wenig gesehen, die Weiden stehen vielmehr voller Kühe.    

Der älteste Kauri Neuseelands

  

    

    

Euch allen frohe Ostern, wir lassen bald mal wieder von uns hören.    

Unser nächster Stopp ist der Hot Water Beach auf der Coromandel Peninsula.    

Liebe Grüße    

Katja & Julia

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